Was macht eigentlich Hans Jörg Schelling

Der ehemalige ÖVP-Finanzminister will jetzt als Präsident des Vereins Praevenire das teure österreichische Gesundheitssystem an Haupt und Gliedern erneuern. Die Corona-Pandemie ist für ihn ein dringender Anlass, das Unmögliche zu versuchen.

Er hat seine große Bühne schon gehabt. Ein ereignisreiches Leben, voll mit Erfolgen, dennoch: Einer wie er will es nochmals wissen. Den meisten Österreichern ist Hans Jörg Schelling, 66, als Finanzminister der letzten „großen“ SPÖ-ÖVP-Koalition, die 2017 endete, noch in guter Erinnerung. Davor war er acht Jahre lang Präsident des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger. Kaum jemand kennt die Geheimnisse und Abgründe des heimischen Gesundheitssystems besser als er. Längst könnte er sich als Pächter des Stiftsweinguts Herzogenburg durchaus den gesundheitsfördernden Aspekten von Welschriesling und Chardonnay hingeben, er könnte die Früchte seiner frühen Karriere als Gesch.ftsführer des Möbelriesen XXXLutz in vollen Zügen genießen, aber nein: Er will, sagt er, dass seine Kinder und Enkelkinder auch noch die Qualität des österreichischen Gesundheitssystems nützen können: „Das treibt mich an.“

Also mischt der Mann, der seine politische Karriere vor langer Zeit im Gemeinderat von St. Pölten gestartet hatte, nun wieder kräftig mit. Als Präsident des Vereins Praevenire kämpft er um nichts Geringeres als eine grundlegende Reform des heimischen Gesundheitssystems, das zwar anerkannt gut, aber auch zu teuer, zu ineffizient und, wie viele sagen, praktisch unreformierbar ist. „Der Kompetenzdschungel zwischen Sozialversicherung, Ländern, Kommunen und Bund hat bisher alle diesbezüglichen Versuche scheitern lassen“, weiß auch Schelling, offenbar aus leidvoller ministerieller Erfahrung. Und dennoch: Er steigt wieder in den Ring, diesmal als Moderator, als einer, der seinen Erfahrungsschatz und sein Netzwerk noch einmal austesten will.

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„Wirtschaftsmagazin trend 48/2020“ VON OTHMAR PRUCKNER

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