Rehabilitation: PRAEVENIRE Präsident Schelling fordert familienzentrierte Konzepte

Österreichs Reha-Landschaft braucht neue Lösungsmodelle für die berufliche Reintegration sowie maßgeschneiderte Konzepte für Kinder – trotz Corona.

Weiterführende Informationen zum Weißbuch-Themenkreis „Rehabilitation“ finden Sie unter folgendem Link.

Die rasant steigenden Coronazahlen und deren kritische Auswirkungen auf die österreichische Versorgungslandschaft dominieren derzeit das Gesundheitssystem. Dr. Hans Jörg Schelling, Präsident der Gesundheitsplattform PRAEVENIRE, zufolge müsse dennoch ein intensives Augenmerk auf jene Patientengruppen gerichtet werden, die im Schatten von COVID-19 derzeit unterzugehen drohen. So dürfe Rehabilitation nicht länger aus einer ausschließlich gesundheitspolitischen Warte betrachtet werden. Die PRAEVENIRE Initiative Gesundheit 2030 empfiehlt, rasch auf ein ganzheitliches Reha-Konzept zu setzen, das sozialpolitische, arbeitsmarktpolitische und gesundheitspolitische Aspekte vereint. 

“Wir müssen das Thema Rehabilitation ganzheitlich betrachten. Um allen Rehabilitierten einen Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, ist neben den medizinischen Aspekten vor allem die soziale und berufliche Ebene zu berücksichtigen. Die Abstimmung zwischen Versicherungsträgern und Unternehmen muss optimiert werden, um die bestmögliche Wiedereingliederung ins Erwerbsleben sicherzustellen“, fordert Dr. Hans Jörg Schelling, Präsident von PRAEVENIRE, im Rahmen des kürzlich präsentierten Weißbuchs „Zukunft der Gesundheitsversorgung“. 

Zudem müsse die familienzentrierte Rehabilitation massiv gestärkt werden. Kinder und Jugendliche brauchen ein auf sie abgestimmtes Konzept. Schelling dazu: „Es ist essenziell, dass Eltern ihre Kinder im Zuge einer familienzentrierten Rehabilitation begleiten können und dabei finanziell abgesichert sind.“

Vertrautes Setting für Kinder

PRAEVENIRE Kooperationspartnerin Dr. Caroline Culen, Geschäftsführerin der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, unterstreicht diese Forderung: „Derzeit gibt es in Österreich nur eine familienzentrierte Reha-Einrichtung. Wir müssen bei Kindern immer das gesamte System mitdenken. Es ist ein großes Problem, wenn Kinder alleine auf Reha geschickt werden müssen. Und Pflegeurlaube sind für ein Zeitfenster von drei bis sechs Wochen schlicht nicht gemacht. Der Ausbau ambulanter Reha-Konzepte für Familien, die keine familienorientierte Reha in Anspruch nehmen können, würde hier Abhilfe schaffen.“

„COVID darf uns nicht davon abhalten, über Zukunftsthemen zu sprechen und uns um qualitätsvolle Regelversorgung zu kümmern. Die Politik ist jetzt gefordert, in die Umsetzung zu kommen, um eine solidarische Gesundheitsversorgung für jeden Menschen sicherzustellen“, appelliert Schelling. 

PRAEVENIRE Weißbuch „Zukunft der Gesundheitsversorgung“ an Bundes- und Landesregierungen überreicht

Gemeinsam mit mehr als 500 Gesundheitsexpertinnen und –Experten erarbeitete PRAEVENIRE Präsident Dr. Hans Jörg Schelling neue Lösungsmodelle für das österreichische Gesundheitssystem. Im Fokus des Weißbuchs mit konkreten Handlungsempfehlungen für Bundes- und Landesregierungen steht die Entwicklung einer Strategie, wie ein modernes und krisenfestes Gesundheitssystem für die österreichische Bevölkerung erhalten und auf ein nächstes Level transferiert werden kann.

Das Weißbuch „Zukunft der Gesundheitsversorgung“ wurde im Oktober 2020 Bundeskanzler Sebastian Kurz, Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer und Nationalratspräsident Mag. Wolfgang Sobotka überreicht. 

Weiterführende Informationen zum Weißbuch-Themenkreis „Rehabilitation“ finden Sie unter folgendem Link.

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