PRAEVENIRE Initiative Gesundheit 2030

Pressekonferenz zur Weißbuch-Präsentation

Am Donnerstag, den 8.10 2020 stellte PRAEVENIRE – Präsident Dr. Hans Jörg Schelling im Rahmen einer Pressekonferenz im Presseclub Concordia das Weißbuch (Version 2020) „Zukunft der Gesundheitsversorgung“ der PRAEVENIRE Initiative 2030 der Öffentlichkeit vor.

Strategien statt Symptomkuren: Über 500 Experten analysierten das österreichische Gesundheitssystem und erarbeiteten Lösungsvorschläge, die den Patienten in den Mittelpunkt stellen.

Für das österreichische Gesundheitssystem gab es zwar zahlreiche Analysen und Verbesserungsvorschläge. „Es mangelte aber an einer ganzheitlichen Reform. Wir brauchen gesunde und nachhaltige Strategien statt Symptomkuren“, erklärte Dr. Hans Jörg Schelling, Präsident von PRAEVENIRE im Zuge der PRAEVENIRE Pressekonferenz zur Präsentation des Weißbuches „Zukunft der Gesundheitsversorgung“. Das unter der Leitung von PRAEVENIRE Präsident Schelling erstellte Weißbuch beinhaltet Handlungsempfehlungen für Bund und Länder und zeigt, wie ein modernes, zukunftsorientiertes Gesundheitssystem aussehen soll. Im Fokus des Weißbuches steht die Entwicklung einer Strategie, eine vorausschauende und krisenfeste Gesundheitsversorgung für die österreichische Bevölkerung zu erhalten und auf ein nächstes Level zu transferieren. Neue Ansätze werden insbesondere im Bereich Pflege, Rehabilitation sowie Finanzierungsmodelle präsentiert. „Was wichtig ist, ist die Förderung von Spitzenmedizin, die Schaffung moderner Finanzierungsmodelle und ganzheitlicher Behandlungskonzepte. Die Menschen haben ein Anrecht auf die beste medizinische Versorgung – unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status“, so Schelling. Pflegende Angehörige sollen zukünftig entlastet werden, indem ihnen Pflegekräfte temporär zur Verfügung gestellt werden. Zudem soll beispielsweise die Zeit des Zivildienstes auf die Pflegeausbildung angerechnet werden. Auch im Umfeld der Rehabilitation brauche es dringende Reformen: Es müsse rasch auf ein ganzheitliches Reha-Konzept gesetzt werden, das sozialpolitische, arbeitsmarktpolitische und gesundheitspolitische Aspekte vereint. Darüber hinaus müsse eine auf die Bedürfnisse von Kindern und ihren Familien ausgerichtete Reha-Betreuung und Behandlung erfolgen. „Die Corona-Pandemie darf uns nicht davon abhalten, über Zukunftsthemen zu sprechen. Die Politik muss jetzt in die Umsetzung kommen“, appelliert Schelling abschließend.

Fotocredit: APA/Hörmandinger

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