PRAEVENIRE WEISSBUCH VERSION 2020 „ZUKUNFT DER GESUNDHEITSVERSORGUNG“: SCHELLING PRÄSENTIERT HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR BUND UND LÄNDER

Strategien statt Symptomkuren: Mehr als 500 Gesundheitsexperten erarbeiteten Meilensteine zur Weiterentwicklung des Gesundheitssystems.

Das unter der Leitung von PRAEVENIRE Präsident Dr. Hans Jörg Schelling erstellte Weißbuch Version 2020 „Zukunft der Gesundheitsversorgung“ beinhaltet Handlungsempfehlungen für Bund und Länder und zeigt, wie ein modernes, zukunftsorientiertes Gesundheitssystem aussehen soll. Im Fokus steht die Entwicklung einer Strategie, eine vorausschauende und krisenfeste Gesundheitsversorgung für die österreichische Bevölkerung zu erhalten und auf ein nächstes Level zu transferieren. Dabei wurden, gemäß dem Grundsatz des Vereins PRAEVENIRE — Gesellschaft zur Optimierung der solidarischen Gesundheitsversorgung, stets die Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt gestellt. Neue Ansätze werden insbesondere im Bereich Pflege, Rehabilitation sowie Finanzierungsmodelle präsentiert.

Nachhaltige Strategien statt Symptomkuren

Für das österreichische Gesundheitssystem gab es zwar zahlreiche Analysen und Verbesserungsvorschläge. „Es mangelte aber an einer ganzheitlichen Reform. Wir brauchen gesunde und nachhaltige Strategien statt Symptomkuren“, so Dr. Hans Jörg Schelling, Präsident von PRAEVENIRE. „Was wichtig ist, ist die Förderung von Spitzenmedizin, die Schaffung moderner Finanzierungsmodelle und ganzheitlicher Behandlungskonzepte. Die Menschen haben ein Anrecht auf die beste medizinische Versorgung – unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status“, so Schelling. Pflegende Angehörige sollen zukünftig entlastet werden, indem ihnen Pflegekräfte temporär zur Verfügung gestellt werden. Zudem soll beispielsweise die Zeit des Zivildienstes auf die Pflegeausbildung angerechnet werden. Auch im Umfeld der Rehabilitation brauche es dringende Reformen: Es müsse rasch auf ein ganzheitliches Reha-Konzept gesetzt werden, das sozialpolitische, arbeitsmarktpolitische und gesundheitspolitische Aspekte vereint. Darüber hinaus müsse eine auf die Bedürfnisse von Kindern und ihren Familien ausgerichtete Reha-Betreuung und Behandlung erfolgen. „Die Corona-Pandemie darf uns nicht davon abhalten, über Zukunftsthemen zu sprechen. Die Politik muss jetzt in die Umsetzung kommen“, appelliert Schelling abschließend.

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