PRAEVENIRE Speaker Univ.-Prof. Huber: Corona-Impfstoff steht unmittelbar vor Zulassung

Wie der Immunonkologe Professor Christoph Huber bei den PRAEVENIRE Gesundheitstagen im Stift Seitenstetten bekannt gab, stehen wir kurz vor der Zulassung für einen Corona Impfstoff. Im Falle des messengerRMA Konstrukts dreht es sich um eine mächtige neue Herstellungstechnologie. 

Univ.-Prof. Dr. Christoph Huber, Co-Founder des deutschen Biotechnologie-Unternehmens und Innovationshubs Biontech, gab im Zuge seiner Keynote bei den PRAEVENIRE Gesundheitstagen im Stift Seitenstetten bekannt, dass ein Corona Impfstoff noch heuer verfügbar sein werde. Die deutsche Regierung stellt jetzt die Weichen und ruft die Länder dazu auf, innerhalb der nächsten Tage 60 Lokalitäten für Impfzentren zu nennen. Initiator ist die Mainzer Firma Biontech, die kurz vor der Zulassung des Impfstoffes stehe. 

mRNA: Mächtige neue Herstellungstechnologie:

„Worum dreht es sich bei diesem Paradigmenwechsel? Vom Lebensmolekülprotein wechselt der Impfstoff auf ein Lebensmolekül mRNA (messengerRNA), welches nichts anderes ist, als ein kurzlebiger Bauplan der Geninformation, der kurzfristig gemacht wird, um Protein nach dem Spiegelbild der Geninformation zu synthetisieren. Das ist also das Wesen: Wir geben nicht Eiweiß, sondern wir geben mRNA, die für Eiweiß codiert und rasch zerstört wird“, erklärte Immunonkologe Huber im Rahmen seiner PRAEVENIRE Keynote. „Diesen Wirkstoff mRNA – für Impfantigene codiert – geben wir dem Patienten, damit der Patient selbst seinen Impfstoff macht. Die Natur hat es so eingerichtet, dass ein Gen, wenn es aktiviert ist, eine kurze Bauplan-nRMA macht, die sofort zerstört wird. Wenn wir das therapeutisch nutzen wollen, um Patienten zu veranlassen, therapeutische Proteine selbst zu synthetisieren, müssen wir diese Moleküle stabilisieren. Durch eine Vielzahl von hochintelligenten aus der Grundlagenforschung kommenden Veränderungen kann man das stabilisieren, sodass wir heute mRNA Konstrukte nutzen können, die bis zu zwei Wochen die Information in Protein übersetzen“, führte Huber fort. 

Die nRMA-Technik entstammt den Forschungen nach Krebsimpfstoffen. Damit würde die eherne Grundfeste, dass Impfstoffe nur prophylaktisch und nicht therapeutisch wirken, zu wanken beginnen. 

„Wir werden – mit Gottes Hilfe – Mitte November auch bei der U.S. Food and Drug Administration einreichen können. Dies alles mit der gebotenen Vorsicht, die man walten lassen muss, wenn ein Bär noch nicht erlegt ist und die Haut noch nicht an der Wand hängt. Aber es hat bisher noch keine präklinisch überzeugende Impfstoffentwicklung gegeben, die dann nicht in die klinische Zulassung gegangen ist“, zeigte sich Christoph Huber optimistisch. 

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