Investitionen in hochinnovative Therapien

PRAEVENIRE Gipfelgespräch

Innovative Therapien stellen das Gesundheitssystem vor bedeutende Herausforderungen. Wie könnte ihre Finanzierung aussehen und welchen Beitrag hier hoch spezialisierte Zentren leisten können, war das Thema eines PRAEVENIRE Gipfelgesprächs am Dienstag.

Innovative und kostenintensive Therapien eröffnen dem einzelnen Patienten völlig neue Behandlungsperspektiven: von der Erhöhung der Überlebenschancen und der Ermöglichung eines annähernd normalen Lebens bis hin zur völligen Heilung. Im Rahmen des Gipfelgesprächs zur Finanzierung innovativer und zugleich investitionsintensiver Therapien stand die Frage der Abgeltung von inländischen Gastpatienten im Mittelpunkt, die oft aus anderen Bundesländern in wenige hochspezialisierte Zentren in Österreich strömen. Auch die Fragen einer standardisierten Nutzenbewertung von Medikamenten sowie positive Beispiele aus dem Ausland im intramuralen Bereich wurden eingehend diskutiert. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der volkswirtschaftliche Nutzen sowie ethische Fragen in der Diskussion um die Evaluierung von kostenintensiven Therapien mitberücksichtigt werden sollen.

Stimmen aus dem Gipfelgespräch

„Im niedergelassenen Bereich existiert in Österreich ein Erstattungskodex, bei dem auch der Patient proaktiv und im Vornhinein überprüfen kann, ob man im Medikamentenbereich zu seinem Anspruch kommt. Im intramuralen Bereich existiert ein solcher Erstattungskodex jedoch nicht. Das AMNOG-System in Deutschland könnte uns hier als gutes Vorbild dienen, auch in Sachen Nutzungsbewertung von Arzneimitteln.

Dr. Gerald Bachinger, Sprecher der Patientenanwälte Österreichs

„Alle Player im Gesundheitssystem müssen sich beim Thema der Finanzierung innovativer Therapien an einen Tisch setzen, nur so kann man zu guten Lösungen kommen. Auch der Finanzierungsweg ist zu überdenken. Außerdem müssen diese Lösungen durchaus auch auf der europäischen Ebene diskutiert werden.“

Mag. Gunda Gittler, Leiterin der Anstaltsapotheke, Barmherzige Brüder Linz

„Um sicherzustellen, dass die innovativen Therapien auch weiterhin in einem frühen Stadium eingesetzt werden können, ist unerlässlich, dass die Pharmaindustrie einen fairen Beitrag für die Einführung dieser Arzneimittel über das Pricing hinaus leistet. Da wären die landesfondsfinanzierten Krankenanstalten gerne Partner.“

Mag. Dr. Edgar Starz, Lead Buyer, KAGES

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Die PRAEVENIRE Gesundheitstage 2020 in Seitenstetten finden nun vom 14. bis 16. Oktober 2020 statt.

Für uns hatte und hat, insbesondere als „Gesundheitsforum PRAEVENIRE“, die Gesundheit aller Teilnehmenden, der Vortragenden, Mitwirkenden und natürlich unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach wie vor höchste Priorität. „Die Gesundheitstage 2020 ausfallen zu lassen, war aber keine Option für uns“, betont PRAEVENIRE Präsident Dr. Hans Jörg Schelling. Sämtliche Vorarbeiten, ExpertInnengespräche und Gipfelgespräche für das Weißbuch „Zukunft der Gesundheitsversorgung“ sind, nicht zuletzt durch den engagierten Einsatz von Videokonferenzen, bereits so weit fortgeschritten, dass wir uns entschlossen haben, die PRAEVENIRE Gesundheitstage 2020 in Seitenstetten auf den Zeitraum 14. bis 16. Oktober zu verschieben. Wir sind sicher, dann bereits ein für alle Beteiligten „sicheres“ Umfeld bieten zu können. Wir werden die kommenden Wochen auch dafür nützen, das PRAEVENIRE-Programm zu aktualisieren.

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