Harm Reduction – neue Optionen, reduziertes Risiko?!

PRAEVENIRE GIPFELGESPRÄCH

Vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Raucher in Österreich nicht rückläufig ist und das gesundheitliche wie auch gesundheitsökonomische Auswirkungen mit sich bringt, gilt es alle Bestrebungen, Optionen und Innovationen zu diskutieren, die das Risiko des Rauchens reduzieren können, vor allem bei jenen, die es seit Jahren nicht schaffen, davon abzukommen. Einige Impressionen vom Gipfelgespräch:

„Es ist bekannt, dass bei vielen Raucherinnen und Rauchern der Suchtfaktor groß ist. In diesen Fällen ist es wichtig, die Belastung des Körpers, die durch das Rauchen entsteht, zu reduzieren. Bei einigen neuen Tabakheizsystemen wird der Tabak erhitzt, aber nicht verbrannt. Dadurch entsteht weniger Kohlenmonoxid als beim klassischen Zigarettenrauch. Das eingeatmete Kohlenmonoxid belastet durch die Bindung auf rote Blutkörperchen das Herz-Kreislauf-System. Auch die kanzerogenen Effekte des Rauchens – z. B. im Falle eines Blasenkrebs, an dem chronische Raucher häufig erkranken – werden in erster Linie auf die toxischen Verbrennungsprodukte der organischen Materie zurückgeführt. Der weitere wichtige Punkt beim Thema der sogenannten Harm Reduction ist auch, dass das Rauchen nicht nur den Konsum von Zigaretten, sondern auch ein Ritual darstellt. Daher sind Methoden der Harm Reduction, die auch diese Ritualkomponente berücksichtigen, vorteilhaft.“

Grußbotschaft von Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. med. univ. Harun Fajkovic, Universitätsklinik für Urologie, Medizinische Universität Wien

„Die große Zahl an Rauchern, die trotz Kenntnis über Risiken weiter rauchen bzw. der Rauchstopp außerordentlich schwer fällt, verdeutlichen die Notwendigkeit der Etablierung von Harm Reduction als Schaden- und Risikoreduzierung im Bereich des Tabakkonsums. Es besteht ein Bedarf nach Methoden, mit denen Schäden des Rauchens reduziert werden können. Es müssen zu gewöhnlichen Zigaretten Alternativen aufzeigt werden, die helfen, den Schaden der gesundheitsgefährdenden Aktivität zu reduzieren.“

Univ.-Prof. Dr.h.c.mult. Dr.med. Siegfried Kasper, Vorstand der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Medizinische Universität Wien, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie

„Wir haben Strategien wie die Preispolitik, Diagnostik und Therapie und eben auch die Harm Reduction, die wissenschaftlich längst bewiesen ist. Die schwedischen Männer haben bei einem ähnlichen Tabakkonsum wie die Österreicher nur die Hälfte der Lungenkrebsfälle gehabt. Das haben wir uns das genauer angeschaut und sind draufgekommen, dass die schwedischen Männer eben Tabak als Snus verwenden. Der „Feldversuch“ hat also bereits bewiesen, dass Harm Reduction funktioniert, auch wenn es natürlich nicht die einzige Lösung ist.“

Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien

„Wir verkünden seit Jahren die gleichen wichtigen Botschaften, aber der große Durchbruch ist bislang ausgeblieben. Menschen kommen mit vielen Informationsquellen an die Apotheken heran, aber mit einer großen Verunsicherung und wenig Wissen. Wir versuchen mit Fachwissen und durch gezielte Fragen eine individuelle Beratung zu geben und den Patienten zu führen. Es wäre wichtig, wenn hier die Berufsgruppen der Ärzte und Apotheker standardisierte Botschaften vermitteln und ein Gesamtportfolio kommunizieren, um Raucher je nach Bedürfnissen effizient zu begleiten.“

Pharmazeutische Wissenschaften Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin Apothekerkammer Österreich

„Gemeinsam mit der Krebshilfe werden wir weiterhin auf die Bewusstseinsbildung und die auf die Gefahren des Rauchens hinweisen. Verbote werden da nicht ausreichen, denn wichtig ist auch die Bewusstseinsbildung. Es ist sicherlich gut wenn wir uns überlegen, wie man die Leute dazu bringen kann, das Rauchen zu reduzieren wenn wir sie nicht gänzlich vom Rauchen wegbringen können, aber wir müssen uns das Ziel vor Augen halten, dass jede Zigarette die nicht geraucht wird ein Beitrag für die eigene Gesundheit ist bzw. dass wir die Menschen gar nicht erst mit dem Rauchen beginnen lassen.“

Dr. Hans-Peter Petutschnig, Ärztekammer für Wien (Bild oben)

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